Erfahrungsberichte

Erfahrungsberichte

ADHS = Anders denken, hören, sehen + fühlen
(Aussage eines jungen Betroffenen)
Eigenschaften der Kinder

• begeisterungsfähig
• wissensdurstig
• spontan
• kommunikativ
• fantasievoll
• kreativ
• erfinderisch
• humorvoll
• gerechtigkeitsliebend
• hilfsbereit
• empfindsam
• ausdauernd bei interessanten und geliebten Tätigkeiten

Positive Eigenschaften der Jugendlichen und Erwachsenen
  • ADHSler können hyperfokussieren! Bei hohem Interesse und Motivation sind sie dann auffallend leistungsfähig und wach
  • Sie haben häufig einen extremen Gerechtigkeitssinn
  • Sie helfen gerne und erkennen sofort, wenn jemand Hilfe braucht
  • Sie sind stark in Krisensituationen und bewahren dann einen klaren Kopf
  • Viele sind sehr fantasievoll, kreativ und innovativ
  • Auch nach Rückschlägen stehen sie immer wieder auf
  • Sie spüren oft mehr und intensiver als andere Menschen (Hypersensibilität)
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Erfahrungsbericht 1: Herausforderung ADHS
Eine Mutter erzählt

Die wohl grösste Herausforderung ist, sein Kind so zu lieben und anzunehmen wie es ist.
Die zweite, sein Kind und sich nicht aufzugeben – egal was geschieht.
Die dritte, sich zu informieren über das Thema – und den Weg zu gehen, der für das Kind, die Familie und das Umfeld am besten ist.

Aller Anfang ist schwer…
Unser Stress begann gleich nach der Geburt von Martin. Das Stillen wollte einfach nicht klappen. Drei bis vier Züge trinken und dann dösen, fand Martin viel schöner, als wach und aufmerksam zu trinken…

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Erfahrungsbericht 2: Dranbleiben lohnt sich
Erfahrungen einer Familie

Unser Sohn war als kleines Kind ausgesprochen aktiv, impulsiv, aufbrausend und ungeduldig, aber auch sehr ideenreich, phantasie- und humorvoll. Ein richtiges «Volldampf-Kind», das körperlich scheinbar nie ermüdete und am Abend Hilfe brauchte, um «herunterzufahren»…

 

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Erfahrungsbericht 3: Achterbahnfahrt bis zur Diagnose.
Eine Mutter erzählt.

Der Winter hat in seiner Pracht ein kleines Wunder mitgebracht…
Dieser Spruch stand vor 11 Jahren in der Geburtsanzeige unseres Sohnes Nevio. Dass mich dieses kleine Wunder ein paar Jahre später in der Erziehung an meine Grenzen bringen würde, ahnte ich damals noch nicht. Ich machte mir nicht speziell Gedanken darüber, wie ich mein Kind erziehen will. Wichtig war mir einfach, ihm Normen und Werte mit auf den Lebensweg zu geben, die auch ich mitbekommen hatte.

 

Nevio als Säugling
Unser Sohn war ein total zufriedenes, pflegeleichtes Baby und schlief viel und gut. Einzig beim Stillen war er sehr schnell abgelenkt und nervös, wenn er von irgendwo her etwas hörte. Überhaupt war Nevio sehr lärmempfindlich.

 

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Erfahrungsbericht 4: Mein Leben mit ADHS
Ein junger Erwachsener beschreibt seinen Weg.

Ich kam am 31.10.1995 als grosses gesundes Baby auf die Welt. Ab meinem 2. Lebensjahr kam ich in die Kinderkrippe Chinderhuus in Urdorf. Da meine Mutter alleinerziehend war und arbeiten musste, verbrachte ich 4 Tage pro Woche im Chinderhuus und einen Tag bei meiner Grossmutter. Anfangs lernte ich viele neue Kinder kennen und hatte ein enges Verhältnis zur damals angestellten Leiterin der Krippe. Seit meinem Eintritt im Chinderhuus gab es häufige Leiterwechsel, was sehr schwer für mich war, da ich lange brauchte, um Vertrauen zum neuen Leiter zu fassen…

 

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Erfahrungsbericht 5: ADHS Diagnose als Erwachsene
Regula erhielt als erwachsene Frau die Diagnose ADHS.

In einem Interview mit dem „Beobachter“ setzte sie sich damit auseinander.

Ob mit Methylphenidat oder Biofeedback, mit Homöopathie, Ernährungsumstellung, Verhaltens- oder Sozialtherapie – ADHS kann man nicht heilen, nur behandeln. Und das ist für die Betroffenen ein langer (Leidens-)Weg – der mitunter auch mal in einen Kühlraum im Keller führt. Just dorthin flüchtete jeweils Regula, wenn sie mal wieder «ihre fünf Minuten» hatte, wie es ihre Arbeitskolleginnen nannten. Fünf Minuten, in denen sie aus einer Mücke einen Elefanten machte,

 

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Erfahrungsbericht 6: Wie Pädagogen und Therapeuten ihre ADHS-betroffenen Schützlinge erleben.
Ansichten eines Lehrers

Wie ist`s mit betroffenen Kindern in der Klasse?
Nüchtern betrachtet: Es ist so, wie es ist. Ich «muss» es aushalten, es gehört zu meinem Job. Ich «muss es aushalten wollen» – und darf mir dazu auch Hilfe holen von aussen.
Es ist ganz bestimmt anders – und doch so sehr anders auch wieder nicht, wie ich nach 30-jährigem Schulalltag als Primarlehrer feststellen kann. Vor allem aber merke ich, dass es für die betroffenen Kinder und Eltern oft sehr wohl einen Unterschied zwischen Familien- und Schulalltag gibt.